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Sensationeller Fund im Archiv für Schweizer Landschaftsarchitektur

 

Im Archiv für Schweizer Landschaftsarchitektur an der Hochschule für Technik in Rapperswil sind 320 Pläne und Skizzen des weltbekannten deutschen Landschaftsarchitekten Leberecht Migge (1881 – 1935) gefunden worden. Der Fund ist für die Forschung zur Gartengeschichte eine Sensation, weil er die Arbeitsweise des Gartenkünstlers und -reformers Migge erstmals in Originalen sichtbar macht; seine Familie hatte den gesamten Nachlass nach seinem Tod vernichtet. Daher war sein Werk bisher nur aus kleinen Abbildungen in Zeitschriften und Büchern bekannt. Der Fund zeigt nicht nur bekannte, sondern auch viele unbekannte Werke und völlig neue Aspekte des Wirkens von Migge. Die Pläne gelangten durch den ehemaligen Mitarbeiter von Migge, den Schweizer Gartenarchitekten Walter Leder (1892 – 1985) in die Schweiz. Die Familie Leder, die noch heute einen Gartenbaubetrieb in Zürich führt, hatte den Nachlass aufbewahrt und zwischen 2013 und 2016 an das Schweizer Archiv für Landschaftsarchitektur übergeben. In den kommenden Jahren werden der Fund und die Beziehungen zwischen Migge und der Schweiz an der Fachstelle für Gartenkulturgeschichte der Hochschule für Technik in Rapperswil erforscht. Fachtagungen und eine Publikation im Birkhäuser Verlag werden die Zeichnungen und Pläne der Forschung, der Lehre und der Öffentlichkeit zugänglich machen.

 

Links:

Archiv für Schweizer Landschaftsarchitektur ASLA

Stiftung für Schweizer Landschaftsarchitektur SLA

Leberecht Migge

 

Informationen:

Prof. Hansjörg Gadient, Archivleiter: hansjoerg.gadient(at)hsr.ch
Dr. Sophie von Schwerin, Kuratorin: sophie.von.schwerin(at)hsr.ch
Simon Orga, wissenschaftlicher Mitarbeiter: simon.orga(at)hsr.ch