Institute for
OST

Naturnaher Tourismus und Pärke

Wir unterstützen Entscheidungsträger in Wirtschaft, Verwaltung und Politik mit anwendungsbezogenen Forschungsergebnissen an den Schnittstellen zwischen touristischer Nutzung, Landschaftsentwicklung und Biodiversitätsförderung. Einen Schwerpunkt bilden dabei die Pärke von nationaler Bedeutung. Wir bieten methodisches Instrumentarium für die Angebots- und Produktgestaltung des naturnahen Tourismus sowie Wegleitungen und Konzepte zur landschaftsorientierten Erholung. 

 

Auflistung Projekte 

Plattform Naturnaher Tourismus


R E F E R E N Z P R O J E K T E

BLEIBEN SIE ZU HAUSE. BITTE. ALLE. Das Freizeitverhalten der Bevölkerung in Bezug auf Frei- und Grünräume während der Coronakrise in den Kantonen Genf und Zürich

Seit der Pandemie der Spanischen Grippe 1918 bis 1920 gab es in Europa keinen vergleichbaren Zustand mehr, bei der ein Krankheitserreger unser Leben so stark dominierte. Für die Menschen in Europa und in der Schweiz ist daher die Coronakrise mit all ihren Folgen für das alltägliche Leben, darin eingeschlossen die Freizeitmöglichkeiten eine neue Situation.


Das Ziel der HSR- und HEPIA-Studie ist es, das Verhalten und die Einstellung der Bevölkerung in Bezug auf Frei- und Grünräume während der Coronakrise zu analysieren. Unter Frei- und Grünräumen werden alle Räume im Freien gesehen, in denen sich die Menschen in ihrer Freizeit aufhalten. Dazu gehören Wiese und Garten ums Haus, die eigene Strasse, Dorf- und Stadtplätze, Spiel- und Sportplätze, Parkanlagen, Schrebergärten, Fluss- und Seeufer ebenso wie siedlungsnahe Wälder, Offenlandschaften und Gewässer. Die Online-Befragung in den Kantonen Genf und Zürich wird durch einen Panel-Anbieter durchgeführt.
 
Projektarbeit
Dominik Siegrist, Andréa Finger-Stich, Lea Ketterer Bonnelame, Manuela Egeter


Projektlaufzeit
2020

 

Medienmitteilung 15. Mai 2020

Umfrage mit den Ergebnissen und Auswertungen

 

 

 


WaMos 3

Im Auftrag des BAFU wurde das erste soziokulturelle Monitoring der Wälder – WaMos 1 – 1997 durchgeführt  und war die Grundlage für die im 2010 durchgeführte WaMos 2-Umfrage. 2019 wurde die Wiederholung des Monitorings als WaMos 3 gestartet. Ein Konsortium mit Vertretern von WSL, hepia, HSR und Universität Lausanne wurde mit der Durchführung beauftragt.

Mit dem Modul Regionale Fallstudien des WaMos 3-Projekts werden die Antworten, die im Bereich «Erholung» der gesamtschweizerischen WaMos 3 Umfrage erhalten werden, ergänzt und vertieft. Dabei sind Umfragen in Pilotgebieten in verschiedenen Regionen der Schweiz mit Schwerpunkt Erholung im Wald und geolokalisiertem Fokus vorgesehen. Die Befragung im Rahmen dieses Moduls soll bezüglich spezifischer Wälder bzw. Waldtypen Aussagen liefern zum Naherholungsverhalten (z.B. Häufigkeit und Länge des Aufenthaltes, Anreisezeit und -mobilität, ausgeführte Aktivitäten, etc.) und zu den Erholungspräferenzen (z.B. Ausstattung, Wege, etc.) im  Wald bzw. am Waldrand in den Pilotgebieten. Im Rahmen der Fallstudien ist in den Pilotgebieten eine Befragung mit dem interaktiven Tool (Survey123 for ArcGIS) vorgesehen.

 

Finanzierung
Bundesamt für Umwelt BAFU

Projektpartner
WSL, hepia, Uni Lausanne, Pilotgebiete

Projektleitung
Dominik Siegrist

Projektmitarbeit
Lea Ketterer Bonnelame, Patricia Meier

Projektlaufzeit
2019 - 2021

 

 

 


RecreaFutur - zukünftige Ansprüche der Naherholung bezüglich Raum und Landschaft

Bestehende Naherholungsgebiete stehen oft unter einem ausgeprägten Nutzungsdruck. Zukünftig muss mit einer noch stärkeren Erholungsnutzung in vielen Regionen gerechnet werden. Im Rahmen des Projektes RecreaFutur werden mehrere unterschiedliche Szenarien und Zukunftsbilder der Naherholungsnutzung in der Deutschschweiz erarbeitet (Zeithorizont 2040). Hierbei werden die Methoden der qualitativen Systemanalyse und der Szenariotechnik angewendet. Die ermittelten Szenarien und Zukunftsbilder werden im Rahmen von Fokusgruppen und Workshops in drei Pilotgebieten im Jurapark Aargau, in der Gemeinde Schmerikon SG und in der Stadt Stadt Zürich vertieft. Aufgrund der Ergebnisse werden Empfehlungen zuhanden der Praxis erarbeitet.

 

 

Finanzierung
Forschungs- und Entwicklungsplan HSR Hochschule für Technik Rapperswil

Projektpartner
Jurapark Aargau, Gemeinde Schmerikon, Grün Stadt Zürich

Projektleitung
Dominik Siegrist

Projektmitarbeit
Olaf Tietje, Experte für qualitative Systemanalyse, Gruppe Mathematik HSR Hochschule für Technik Rapperswil, Lea Ketterer Bonnelame

Projektlaufzeit
März 2018 - März 2019


Begleitung Evaluation, Vierjahresplan und Erneuerung Charta Naturpark Biosfera Val Müstair
Der Naturpark Biosfera Val Müstair befindet sich derzeit in der Programmperiode 2016 - 2019. Für 2020 - 23 muss ein neuer Vierjahresplan ausgearbeitet werden, für 2021 - 2030 eine neue Charta. Im Verlauf von 2018 wird die vom Bund vorgeschriebene 10-Jahres-Evaluation der Charta des Naturparks BVM durchgeführt. Der Evaluationsprozess wird durch das ILF Institut für Landschaft und Freiraum begleitet.

Der erste Teil besteht in der Begleitung der Evaluation der Charta, der die Recherche von Unterlagen, Interviews mit Schlüsselpersonen sowie Workshops beinhaltet und resultiert in einem Evaluationsbericht. Der zweite Teil des Projekts umfasst die Begleitung der Erneuerung der Charta und der Erarbeitung des Entwurfs des Vierjahresplans. Resultat ist der Entwurf der Charta und des Vierjahresplans.

Auftraggeber
Naturpark Biosfera Val Müstair

Projektleitung
Dominik Siegrist

Projektmitarbeit
Lea Ketterer Bonnelame

Projektlaufzeit
Januar - Dezember 2018 


NAHERHOLUNGSTYPEN
Entwicklung einer Typologie von Naherholungssuchenden als Basis für die Planung und Gestaltung von naturnahen Naherholungsräumen

Der Erholung kommt in unserer sich weiter urbanisierenden Gesellschaft eine steigende Bedeutung zu. Die Bevölkerung dicht besiedelter urbaner und periurbaner Gebiete ist auf das Vorhandensein von attraktiven naturnahen Landschaften und Freiräumen angewiesen. Dies ist nicht zuletzt im Interesse des Wohlbefindens und der Gesundheit der Bevölkerung wichtig. Ein zentraler Aspekt bei der Planung und Gestaltung von Erholungsräumen ist der Einbezug der Bedürfnisse der Bevölkerung. Motive und Wünsche der Erholungssuchenden bezüglich Gesundheit, Bewegung, Naturerlebnis und Entspannung spielen dabei ein grosse Rolle. Ein weiterer wichtiger Aspekt ist zudem die Vermeidung von Nutzungskonflikten mit Erholungssuchenden in ökologisch sensiblen Gebieten. Vor diesem Hintergrund besteht das Ziel des vorliegenden Projektes in einem Beitrag zum besseren Verständnis der Ansprüche der Erholungssuchenden. Die Ergebnisse werden im Rahmen eines Praxisleitfadens aufbereitet. Damit sollen in der Landschaft Planende bei der bedarfsgerechten Planung und Gestaltung von Erholungsgebieten unterstützt werden. 

Auftraggeber
Bundesamt für Umwelt BAFU / Kantone Glarus, St. Gallen, Zug und Zürich / Stadt Zürich

Projektleitung
Dominik Siegrist

Projektmitarbeit
Lea Ketterer Bonnelame

Projektlaufzeit
August 2016 - Dezember 2017


NaTourCert
Alpenweite Qualitätsstandards des naturnahen Tourismus  

Der naturnahe Tourismus in seinen vielfältigen Facetten und Formen bildet ein wichtiges Element einer ökologisch-nachhaltigen Entwicklung im Alpenraum. Naturnaher Tourismus bezeichnet einen verantwortungsbewussten Aufenthalt in Naturgebieten und naturnahen Kulturlandschaften, dessen Organisation und Realisierung sich aus den regionalen Bedürfnissen über die Mitbestimmung der Beteiligten heraus entwickelt. Dabei sollen die Umwelt, die sozialen, kulturellen und wirtschaftlichen Gegebenheiten geachtet sowie nachhaltig geschützt, gefördert und finanziert werden. Im naturnahen Tourismus soll dem Besucher das Erleben von Natur und Kultur und damit die Sensibilisierung für die Belange der Umwelt aktiv und mit allen Sinnen ermöglicht werden. Die Nachfrage nach naturnahem Tourismus in den Alpenländern ist erheblich und nimmt im Zuge der allgemeinen und touristischen Trends weiter zu. Allerdings bringt der naturnahe Tourismus bei nicht naturverträglicher Gestaltung auch neue Gefahren und Risiken für sensible Naturräume der Alpen mit sich.

 

 

Projektpartner
Unterstützung durch die Bristol-Stiftung 

Projektleitung
Dominik Siegrist

Projektmitarbeit
Lea Ketterer Bonnelame

Projektlaufzeit
August 2011 - Juni 2014

 

 

Weitere Informationen


Tourismus und Biodiversität - Forschungsprojekt über Instrumente und Massnahmen zur Finanzierung der Biodiversität durch den Tourismus

Zwischen dem Tourismus und der Biodiversität in der Schweiz besteht ein enger Zusammenhang. Einerseits profitiert der Tourismus von der Vielfalt der Natur und der Landschaften. Andererseits trägt der Tourismus mit seinen Aktivitäten und Infrastrukturen aber auch Mitverantwortung dafür, dass heute die Biodiversität in der Schweiz bedroht ist. Dieser Aspekt soll im Aktionsplan zur Strategie Biodiversität Schweiz berücksichtigt werden, die gegenwärtig in Arbeit ist.

In einem vom Bundesamt für Umwelt finanzierten Forschungsprojekt untersucht das Institut für Landschaft und Freiraum der Hochschule für Technik Rapperswil Möglichkeiten, wie die nachhaltige Nutzung der Biodiversität in der Schweiz langfristig sichergestellt werden kann. Im Fokus des Projekts „Finanzierung der Biodiversität durch den Tourismus in der Schweiz“ steht die Frage, welche Rolle und welchen Beitrag der Tourismus bei der Finanzierung der Biodiversität leisten kann und welche Instrumente dafür in Frage kommen.

 

 

Auftraggeber
Bundesamt für Umwelt BAFU
Projektleitung
Dominik Siegrist
Projektmitarbeit
Lea Ketterer Bonnelame
Projektlaufzeit
Januar 2013 - Dezember 2013



Fachbereichsleitung:
Prof. Dr. Dominik Siegrist


Projektmitarbeiterin:
Lea Ketterer Bonnelame